Agil entwickeln: Software und Hardware

Wolfgang Nichtl-Pecher , 10. Dezember 2020

Produktentwicklung im Zeitalter der Digitalisierung

In modernen Produkten bestimmt zunehmend die Software die Funktionalität der Produkte. Allerdings verlaufen die Innovations- und Entwicklungszyklen von Software- und Hardware-Komponenten nicht synchron. Dies spiegelt sich u.a. in den Projektmanagement-Methoden, die für die Entwicklung von Software- und Hardware-Komponenten eingesetzt werden.

Software-Komponenten werden zunehmend unter Anwendung agiler Methoden entwickelt (z.B. Scrum), während Hardware-Komponenten nach wie vor auf eher klassische Weise entwickelt werden (z.B. Wasserfall- oder V-Modell). Hinzu kommt, dass Funktionen eines Produkts zunehmend mittels Software umgesetzt werden. Dies erfordert ein deutlich stärkeres Ineinandergreifen der Entwicklungsdisziplinen auf der funktionalen Ebene des Produkts. Eine lediglich an wenigen Meilensteinen des Entwicklungsprozesses geplante Synchronisation des jeweiligen Entwicklungsstandes ist somit nicht mehr ausreichend.

Lean Development

Mittels Lean Development ist es möglich, Hardware-Komponenten ähnlich der agilen Software-Entwicklung in iterativ-inkrementeller Weise zu entwickeln. Hilfreich sind dabei folgende Elemente:

  • Kurze Planungshorizonte ("Sprints") mit eng getakteten Meilensteinen und klaren Ergebnissen ("Increment") bieten die Chance für Feedback (z.B. mit Leitkunden) und Korrektur.
  • Mit Hilfe "paralleler" Backlogs lassen sich die anstehenden Entwicklungsaufgaben in eine zeitlich-logische Abfolge bringen.
  • Kanban-Boards unterstützen dabei, die Arbeitsinhalte zu visualisieren und unter dem Aspekt einer geringen Durchlaufzeit zu managen ("time-to-market").
  • Erlebbare" Prototypen helfen, die Entscheidungsprozesse im Unternehmen zu beschleunigen.

Mit diesem Ansatz lässt sich die Entwicklung von Hardware- und Software- Komponenten erfolgreich synchronisieren. Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihre Produkt-Entwicklung lean und agil zu gestalten.